Die aus Deutschland stammende "Königin" ist unsere Hauptsorte. Sie blüht sehr spät und reift in der 7. Kirschenwoche (Mitte Juli). Die Sorte Regina stammt direkt von der wohlschmeckenden "Schneiders Späte Knorpelkirsche" ab und hat deren gute Geschmackseigenschaften geerbt. Sie ist als sehr zuverlässig, reich tragend und platzfest bekannt. Auch gelegentliche Blütenfröste können ihr kaum etwas anhaben. Regina ist nicht selbstfruchtbar und braucht deshalb einen Befruchter.
Kordia
Die aus Tschechien stammende Süßkirschensorte blüht mittel-früh und reift in der 6. Kirschenwoche (Anfang-Mitte Juli). Aufgrund des lockeren Behangs bringt diese Sorte sehr große Früchte hervor. Unvergleichlich ist jedoch der Geschmack dieser dunkelfrüchtigen Sorte! Ich behaupte, dass die Kordia geschmacklich eine der besten Kirschensorten überhaupt ist. Die Frucht ist herzförmig, knackig und sowohl die Haut als auch das Fruchtfleisch sind dunkelrot (beinahe ins Schwarze gehend).
Karina
Wie die Regina stammt auch die Karina von der "Schneiders Späte Knorpelkirsche" ab, reift jedoch ca. 1-2 Wochen früher - also knapp vor der Kordia (2. Juliwoche). Sie blüht mittelfrüh und ist ebenfalls nicht selbstfruchtbar. Der ausgezeichnete Geschmack und der gute Behang machen sie zu einer sehr attraktiven Sorte. Die Früchte sind etwas heller als jene der Regina, haben aber eine wunderschöne Textur.
Burlat
Ein Vertreter des früheren Segments ist die Sorte Burlat. Burlat blüht mittel-früh und reift in der 2.-3. Kirschenwoche (Mitte Juni). Die Früchte sind oval (mit breit ausladenden Schultern), groß und schmecken sehr gut. Leider neigen sie bei besonders feuchter Witterung zum Platzen.
In unserem Versuchsgarten werden auch neuere Sorten auf ihre Eignung als Ertrags- oder Befruchtersorten hin überprüft. Unser Augenmerk für die Zukunft liegt verstärkt auch bei frühen Sorten. Interessant sind hier Californische aber auch Italienische Sorten, die von uns derzeit intensiv geprüft werden.